Der Deutsche Schulpreis 2020

Die Otfried-Preußler-Schule in Hannover ist die beste Schule des Jahres 2020. Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigte die herausragende Arbeit der Grundschule bei der Preisverleihung am 23. September. Über weitere Preise freuen sich fünf Schulen aus Bonn, Durmersheim, Einbeck, Essen und Schuttertal.

Das sind die Preisträgerschulen 2020

Joanna Nottebrock

Otfried-Preußler-Schule (Hauptpreisträger)

Jahrgangsübergreifend lernen an dieser Grundschule in Hannover alle Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam. Dieses Verständnis zieht sich durch alle Bereiche - von der Barrierefreiheit des Gebäudes, den multiprofessionellen Teams bis zu den Arbeitsmaterialien. 

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Patricia Haas

Berufsbildende Schulen Einbeck

Diese Schule baut Brücken in die berufliche Zukunft vieler junger Menschen. Mit vielfältigen Ausbildungszweigen und Abschlüssen für 1.300 Schülerinnen und Schüler ist sie ein organisatorisches Meisterwerk.

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Andree Kaiser

Grundschule Schuttertal

Was andernorts oft mühsam errungen werden muss, geschieht in dieser philosophierenden Grundschule selbstverständlich, weil es einfach sein muss: Inklusion, Differenzierung und die Förderung individueller Lernwege.

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Ayse Tasci

Gymnasium Essen Nord-Ost

Dieses Gymnasium hat Seltenheitswert: Für 90 Prozent der Schülerinnen und Schüler ist Deutsch nicht die Familiensprache. Sprachsensibler Unterricht und eine Vielfalt von Fördermaßnahmen erhöhen die Chancen, Bildungsziele zu erreichen.

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pasioDesign / Hardtschule Durmersheim

Hardtschule Durmersheim

Eigenes Lerntempo, selbständiges Lernen am eigenen Arbeitsplatz – hier wird Individualität großgeschrieben. Mit unternehmerischen Methoden wird Schule gemeinschaftlich neu gedacht.

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Ayse Tasci

Marie-Kahle-Gesamtschule der Stadt Bonn

Über mehrere Jahre wurde das Dalton-Konzept hier adaptiert und weiterentwickelt. Entstanden ist eine kluge Balance von gemeinschaftlichem Lernen und individueller Schwerpunktsetzung.

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Vom Bewerbungseingang zum Preis: Wie findet die Jury die besten Schulen Deutschlands?

Bewerbungen und erste Jurysitzung

81 Schulen aus 15 Bundesländern und eine Auslandsschule haben sich um den Deutschen Schulpreis 2020 beworben. Gefordert war unter anderem, die Schule auf maximal 12 Seiten anhand der sechs Qualitätsbereiche des Deutschen Schulpreises darzustellen. Alle eingereichten Bewerbungen wurden von einer Vorjury, bestehend aus pädagogischen Expertinnen und Experten, gesichtet und bewertet. Die Vorjury hat die Aufgabe, anhand der Bewertungen in einer Sitzung eine Auswahl der maximal 50 besten Schulen vorzunehmen. Diese Vorauswahl wurde der Jury präsentiert, die in einer ersten Jurysitzung im Dezember 2019 die besten 20 Schulen ausgewählt hat - die TOP 20-Schulen des Deutschen Schulpreises.

Schulbesuche

20 Schulen wurden im Januar und Februar 2020 von Expertenteams besucht. Die Besuchsteams setzten sich aus Vertretern der Jury und der Vorjury zusammen und wurden von Vertretern der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung begleitet. Ein Schulbesuch umfasst in der Regel eineinhalb Tage. Den Nachmittag des ersten Tages nutzten die Expertinnen und Experten für ein erstes Gespräch mit der Schulleitung, einen Schulrundgang und Gespräche mit Elternvertretern und außerschulischen Partnern. Der zweite Tag bestand aus Unterrichtsbesuchen und Gesprächen mit Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern.

Zweite Jurysitzung

In einer zweiten Jurysitzung im März 2020 wurden die Ergebnisse der Schulbesuche ausgewertet und 15 Schulen für den Deutschen Schulpreis nominiert. In dieser Sitzung entschied die Jury auch, welche sechs Schulen ausgezeichnet werden und welche dieser sechs mit dem mit 100.000 Euro dotierten Hauptpreis geehrt wird. Die fünf weiteren Preisträger erhalten Preise in Höhe von jeweils 25.000 Euro. Alle weiteren nominierten Schulen werden in das zweijährige Schulentwicklungsprogramm des Deutschen Schulpreises aufgenommen und bekommen je einen Anerkennungspreis in Höhe von 5.000 Euro.