Der Deutsche Schulpreis 2022

Fünf Schulen sind mit dem Deutschen Schulpreis 2022 ausgezeichnet worden. Der Hauptpreis ist mit 100.000 Euro, die weiteren Preise sind mit je 30.000 Euro dotiert. Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger gratulierte den Preisträgern. Das Wettbewerbsjahr stand unter dem Motto Unterricht besser machen.  Zeitgleich startete die Ausschreibung für den Deutschen Schulpreis 2023. Schulen können sich ab jetzt bis zum 15. Februar 2023 bewerben.

Die Zweitplatzierten

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German European School Singapore

Preisträger: Deutsche Europäische Schule Singapur

Havelmueller_Grundschule_Quer
Patricia Haas

Preisträger: Havelmüller-Grundschule, Berlin

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Patricia Haas

Preisträger: IGS Buchholz

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Vera Loitzsch

Preisträger: Placida-Viel-Berufskolleg, Menden

Das war die Preisverleihung am 28. September

15 Schulen waren für den Deutschen Schulpreis nominiert

15 Schulen aus neun Bundesländern und dem Netzwerk der Deutschen Auslandsschulen schafften es in die Endrunde des Deutschen Schulpreises 2022. Eine Jury besetzt mit 50 Expert:innen aus Bildungswissenschaft, Schulpraxis und Bildungsverwaltung hatte die Schulen aus insgesamt 81 Bewerbungen ausgewählt und anschließend besucht. Die Bewerberschulen setzten sich in ihren Bewerbungen mit der Frage auseinander: Wie gestalten Sie an Ihrer Schule lernwirksamen Unterricht, der allen Schüler:innen gerecht wird und sie bestmöglich auf die Zukunft vorbereitet?

Die nominierten Schulen:

  • Die Deutsche Europäische Schule Singapur schafft es, mit einem eng kooperierenden Kollegium ihren Unterricht systematisch weiterzuentwickeln.
     
  • Das Evangelische Lichtenstern-Gymnasium Sachsenheim setzt auf lebensnahen, fächerverbindenden Unterricht. Die Berufsorientierung der Schule ist beispielhaft.
     
  • Die Ganztagsgemeinschaftsschule G. E. Lessing in Salzwedel (Sachsen-Anhalt) kämpft wie alle Schulen in der Altmark mit einem massiven Lehrkräftemangel. Dennoch gelingt es ihr unter anderem durch kreativen Unterricht und ihr Inklusionskonzept, alle Schüler:innen zum Abschluss zu führen.
     
  • Die Ganztagsgrundschule Saarbrücken-Scheidt (Saarland) versteht sich als offener Lebens- und Lernort für alle Mitglieder der Schulgemeinschaft – ein Ort, an dem alle mitgestalten, selbstständig handeln und Verantwortung übernehmen.
     
  • Teamwork statt Einzelkämpfertum: Mit dieser Haltung macht sich die Gemeinschaftsschule Harksheide in Norderstedt (Schleswig-Holstein) dafür stark, ihre Schüler:innen beim nachhaltigen Lernen zu unterstützen.
     
  • An der Gesamtschule Höhscheid (Solingen, Nordrhein-Westfalen) steht das eigenverantwortliche Lernen im Mittelpunkt. In individuellen Coachings lernen die Schüler:innen die dafür nötigen Kompetenzen, ein Logbuch gibt ihnen Orientierung.
     
  • Der Unterricht an der Grund- und Werkrealschule Villingendorf (Baden-Württemberg) ist stark handlungsorientiert und praxisnah. Insgesamt 50 Betriebe kooperieren mit der Schule und gestalten Unterrichtsangebote mit.
     
  • Die inklusive Havelmüller-Grundschule in Berlin zeichnet sich durch ihren individualisierten und interessengeleiteten Unterricht in Lernhäusern aus.
     
  • Die Heinrich-Lübke-Schule in Brilon (Nordrhein-Westfalen) setzt auf Individualisierung, Lernbegleitung und ritualisierte Tagesabläufe, um ihre Schüler:innen bestmöglich auf die Zukunft vorzubereiten.
     
  • Der Unterricht an der niedersächsischen IGS Buchholz, eine junge Gesamtschule, ist geprägt durch ein hohes Maß an partizipativer Mitbestimmung der Schüler:innen und digital gestütztem Lernen.
     
  • Am Montessori Zentrum Angell Freiburg (Baden-Württemberg) steht das selbstständige Arbeiten im Fokus. Über 1.100 Schüler:innen lernen von der Primarstufe bis zum Abitur auf einem gemeinsamen Campus.
     
  • Eine starke Beteiligung der Schüler:innen macht den Unterricht am Otto-Nagel-Gymnasium in Berlin besonders. So gestalten in der Interessengemeinschaft „IG Friedenstaube“ Schüler:innen selbstständig Lernangebote für den Ganztag.
     
  • An der inklusiven und jahrgangsübergreifenden Paula-Modersohn-Schule in Bremerhaven (Bremen) lernen die Kinder und Jugendlichen mithilfe von Kompetenzrastern, ihr Lernen selbst in die Hand zu nehmen.
     
  • Das Placida-Viel-Berufskolleg in Menden (NRW) verzahnt Elemente des Daltonplans mit Mentoring und Digitalisierung.
     
  • Das Regionale Berufliches Bildungszentrum Müritz in Waren (Mecklenburg-Vorpommern) bereitet auf den Arbeitsmarkt der Zukunft vor. Das gelingt ihr auch mit Hilfe einer didaktischen Jahresplanung.