Das sagt die Jury:
Das Georg-Christoph-Lichtenberg-Oberstufengymnasium zeigt beispielhaft, wie bildungsorientiertes und wertschätzendes Lernen in der gymnasialen Oberstufe gelingen kann. Die Schule führt eine heterogene Schülerschaft – mit unterschiedlichen Biografien und Ausgangslagen – zum Abitur. Dabei versteht sie Bildung als gemeinsamen Prozess, der auf Beteiligung, Begleitung und struktureller Förderung basiert. Die Schule richtet ihr Handeln konsequent an den Bedürfnissen der Schüler:innen aus – die Jugendlichen werden aktiv an der Gestaltung ihres eigenen Lernens beteiligt. Dem entsprechend werden die Themen des Unterrichts differenziert und schülerorientiert umgesetzt. Leistungsbereitschaft, Vertrauen in die eigene Kompetenz und Eigenverantwortung sind bei den Schüler:innen besonders ausgeprägt.
Ein zentrales Element des Schulkonzepts ist die Einführungsphase in Jahrgang 11. Lernstandsdiagnosen und passgenaue Förderangebote ermöglichen frühzeitige Unterstützung. Projekte wie „Go and Grow“, das im Englischunterricht Selbstwirksamkeit und Selbstorganisation fördert, oder der reflektierte Einsatz von KI verbinden fachliches und persönliches Lernen. Die Portfolioarbeit und das Tutoriat, in dem die Schüler:innen individuell begleitet und beraten werden, ermöglichen flexible Lernwege und fördern Selbstständigkeit.
Die Schule ist ein lebendiges Beispiel dafür, dass Bildung nicht nur über Inhalte, sondern auch über Beziehungen, Vertrauen und gemeinsame Verantwortung gelingt. Sie steht beispielhaft für Integration statt Selektion und macht deutlich, welches Potenzial in einer vielfältigen Schülerschaft steckt.