Das sagt die Jury
Die Stadtteilschule Wilhelmsburg, eine Schule mit über 80 Prozent zweisprachig aufwachsenden Schüler:innen, hat sich zu einem Ort entwickelt, der Vielfalt als tragendes Fundament des schulischen Lebens versteht. Die außergewöhnliche Heterogenität der Lernenden versteht die Schule als gesellschaftliche Ressource und Chance. Das über Jahre entwickelte Lernkonzept und die pädagogische Grundhaltung des Kollegiums tragen dazu bei, dass die Schüler:innen Lernbereitschaft entwickeln und Bildung als gemeinsame Zukunftsaufgabe begreifen. Wöchentliche Coachings stärken die Selbstreflexion und ermöglichen es den Schüler:innen, ihren Lernprozess gemeinsam mit den Lehrkräften aktiv zu gestalten.
Beeindruckend ist der Zusammenhalt des Kollegiums. Die Bereitschaft, sich aktiv in die Schul- und Unterrichtsentwicklung einzubringen, ist ausgesprochen hoch. Lehrkräfte erfahren Selbstwirksamkeit und erleben die Schule als professionelle Lerngemeinschaft. Dabei setzt die Stadtteilschule Wilhelmsburg auf Freiwilligkeit und adaptiert Ansätze aus dem Design Thinking. Herausragend ist auch die Elternarbeit der Schule. Elternmentor:innen, ein Elterncafé und das Sprachbildungskonzept „Family Literacy“ binden Familien aktiv in das Schulleben ein und stärken die Erziehungspartnerschaft. So erleben Eltern das schulische Lernen ihrer Kinder unmittelbar und erhalten zudem Impulse, wie sie die Entwicklung ihrer Kinder unterstützen können. Die Stadtteilschule Wilhelmsburg zeigt beispielhaft, wie Schule gesellschaftliches Miteinander im Alltag aktiv gestaltet und einübt – als Grundlage für demokratische Teilhabe und ein gelingendes Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft.