Das sagt die Jury:

Mit der „BOS Vision“ hat die Hans-Leipelt-Schule ein überzeugendes pädagogisches Konzept entwickelt, das konsequent an der Lebens- und Lernsituation sowie den Bedarfen der Lernenden ausgerichtet ist. Getragen wird es von hoher gemeinschaftlicher Verantwortung, spürbarer Innovationsbereitschaft und einer starken Identifikation von Lernenden und Lehrkräften mit ihrer Schule. Besonders hervorzuheben sind das beeindruckend konzentrierte und produktive Arbeitsklima sowie die gelungene Balance zwischen Struktur und Selbstorganisation. Statt eines klassischen Stundenplans strukturiert ein Klassenplan den Schultag. Kurze Inputphasen führen in zentrale fachliche Fragestellungen ein, anschließend arbeiten die Lernenden selbstorganisiert mit differenzierten Materialien auf drei Niveaustufen weiter. Lehrkräfte begleiten sie dabei in der Rolle von Coaches. Das sogenannte „Pull-Prinzip“ ermöglicht es den Lernenden, Unterstützung genau dann einzufordern, wenn sie sie benötigen. Die Schüler:innen sind dabei nicht fest einer Lehrkraft in einem Fach zugeordnet, sondern können sich auf Wunsch auch an eine Lehrkraft aus einer anderen Klasse wenden. 
Die Unterrichtsentwicklung wird in Lehrkräfteteams kontinuierlich reflektiert und gemeinsam vorangetrieben. Die Lehrpersonen erarbeiten auch das Unterrichtsmaterial gemeinsam, das in Wochenplänen mit klaren Meilensteinen strukturiert wird.  
Das pädagogische Konzept lässt sich auf unterschiedliche Bildungsgänge übertragen und entfaltet bereits Strahlkraft in der Region – obwohl es unter herausfordernden strukturellen, räumlichen und finanziellen Bedingungen entstanden ist. 

Filmischer Einblick in die Hans-Leipelt-Schule