Bewerbung und Auswahl

Allgemeinbildende und berufliche Schulen in öffentlicher oder privater Trägerschaft in Deutschland sowie Deutsche Auslandsschulen können sich für den Deutschen Schulpreis 2020 bewerben. Bewerbungen sind bis 15. Oktober 2019 möglich. Hier beantworten wir folgende Fragen:

Welche guten Gründe sprechen für eine Bewerbung? - Was gehört zu einer Bewerbung? -
Wer unterstützt Schulen bei der Bewerbung? - Wie geht es nach der Bewerbung weiter?

Gute Gründe für eine Bewerbung um den Deutschen Schulpreis

Selbstevaluation

Schulleitungen und Lehrkräfte in Deutschland stehen alle vor der Aufgabe, Schule und Unterricht stetig weiterzuentwickeln. Die intensive Auseinandersetzung mit den sechs Qualitätsbereichen ist für viele Bewerberschulen ein Prozess der Selbstevaluation, der Schulentwicklungsfragen aufwerfen und zur Fokussierung beitragen kann. Schulen richten den Blick auf bereits erzielte Erfolge und bestehende Herausforderungen.

Feedback- und Perspektivgespräch

Jede Bewerberschule kann ein individuelles, persönliches Feedback durch die pädagogischen Expertinnen und Experten des Deutschen Schulpreises erhalten. Sie stehen als „kritische Freunde“ beratend zur Seite. Gemeinsam kann über Poten­tiale und mögliche weitere Entwicklungsziele und Perspek­tiven gesprochen werden.

Vernetzung mit anderen Schulen der Region

Alle Bewerberschulen werden, unabhängig vom Ausgang der Bewerbung, zu regionalen Bewerberforen von den zuständigen Regionalbüros eingeladen, um sich mit anderen Schulen zu vernetzen und zu den sechs Qualitätsbereichen auszutauschen. Sie diskutieren gemeinsam Perspektiven ihrer Schulentwicklung - auch vor dem Hintergrund regionalspezifischer Herausforderungen und Fragestellungen.

Unterstützung bei der Schulentwicklung

Bis zu 20 Bewerberschulen werden jährlich in ein zweijähriges Entwick­lungsprogramm aufgenommen. Ziel des Programms ist, diese Schulen in ihrer Entwicklung zu unterstützen und zu begleiten. Sie werden zu Vernetzungstreffen und Seminaren eingeladen, nehmen an einem Peer-Review­ teil und erhalten eine individuelle Prozessbegleitung.

Anerkennung und Preisgeld

Schon die Nominierung für den Deutschen Schulpreis ist eine große Anerkennung der Arbeit der Schule. Sie wirkt nach außen und in die Schulgemeinschaft hinein. Die beste Schule des Jahres wird mit dem Hauptpreis in Höhe von 100.000 Euro ausgezeichnet. Fünf Schulen erhalten Preise von jeweils 25.000 Euro. An alle weiteren nominierten Schulen werden Anerkennungspreise von je 5.000 Euro vergeben.

Preisträgernetzwerk

Als Mitglied des Netzwerks der Preisträgerschulen haben die ausgezeichneten Schulen die Möglichkeit, ihre gute Schulpraxis in die Breite zu tragen und selbst von Ange­boten zur Weiterentwicklung zu profitieren. Dazu arbeitet das Netzwerk eng mit der Deutschen Schulakademie zusammen.

Es gibt viele gute Gründe, sich für den Deutschen Schulpreis zu bewerben: Interview mit Prof. Dr. Hermann Veith

Was gehört zu einer Bewerbung um den Deutschen Schulpreis?

Auch im 14. Wettbewerbsjahr des Deutschen Schulpreises sind die sechs Qualitätsbereiche die bewährte Grundlage für die Bewerbungen. Im Einzelnen besteht die Bewerbung aus vier Teilen:

A) Allgemeine Informationen zur Schule: Der erste Teil dient dazu, die Rahmenbedingungen Ihrer Schule kennenzulernen. Bitte geben Sie diese Daten direkt in das Onlineformular auf dem Bewerberportal ein.

B) Darstellung der Schule: Im zweiten Teil der Bewerbung bitten wir Sie, in einem maximal 12-seitigen Dokument die Entwicklung und die Erfolge Ihrer Schule auf Grundlage der sechs Qualitätsbereiche darzustellen. Dieses Dokument muss als pdf-Datei hochgeladen werden.

C) Kooperationspartner/ Referenzen: Im dritten Teil der Bewerbung möchten wir außerschulische Partner kennenlernen, die mit Ihrer Schule intensiv zusammenarbeiten. Als Paten kommen beispielsweise Personen aus Unternehmen, der Wissenschaft und dem öffentlichen Leben sowie pädagogische Expertinnen und Experten in Betracht. Bitte fügen Sie mindestens ein Referenzschreiben bzw. ein Patengutachten als pfd-Dokument bei. Optional können zwei weitere Gutachten hochgeladen werden.

D) Dokumente/ Anlagen: Sie können Ihrer Bewerbung bis zu fünf weitere Anlagen beifügen, die Ihre Ausführungen verdeutlichen. Insbesondere erbitten wir bei den Anlagen aussagekräftige Informationen zu Abschlüssen in den vergangenen Jahren, Ergebnisse von Vergleichsarbeiten, Daten zu Schulabbrechern etc.

Wie geht es nach der Bewerbung weiter?


Bewerberforen in Ihrer Region
Nach dem Ende der Bewerbungsfrist Ende Oktober/Anfang November laden die sechs Regionalbüros alle Bewerberschulen ihrer Region zu einem eintägigen Bewerberforum ein.  Diese Workshops finden in der Regel an einer Preisträgerschule oder an einer nominierten Schule der Vorjahre statt. Hier haben die Schulvertreter die Möglichkeit, sich mit anderen Schulen zu vernetzen und mehr über das Auswahlverfahren des Wettbewerbs und die Angebote der Deutschen Schulakademie und des Deutschen Schulpreises zu erfahren. Anhand der sechs Qualitätsbereiche können Perspektiven der Schulentwicklung gemeinsam weitergedacht werden.

Vorauswahl
Jedes Jahr geht eine große Zahl an Bewerbungen aus ganz Deutschland ein. Alle eingereichten Bewerbungen werden von einer Vorjury, bestehend aus pädagogischen Expertinnen und Experten, gesichtet und bewertet. Die Vorjury hat die Aufgabe, anhand der Bewertungen in einer Sitzung eine Auswahl der maximal 50 besten Schulen vorzunehmen – die TOP 50-Schulen des Deutschen Schulpreises. Diese Vorauswahl wird der Jury präsentiert, die in einer ersten Jurysitzung im Dezember die besten 20 Schulen auswählt - die TOP 20-Schulen des Deutschen Schulpreises.

Schulbesuche
20 Schulen werden im Januar und Februar von Expertenteams besucht. Die Besuchsteams setzen sich aus Vertretern der Jury und der Vorjury zusammen und werden darüber hinaus von Vertretern der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung begleitet. Ein Schulbesuch umfasst in der Regel eineinhalb Tage. Den Nachmittag des ersten Tages nutzen die Expertinnen und Experten für ein erstes Gespräch mit der Schulleitung, einen Schulrundgang und Gespräche mit Elternvertretern und außerschulischen Partnern. Der zweite Besuchstag besteht in erster Linie aus Unterrichts- und Projektbesuchen. Das Besuchsteam sollte dabei Gelegenheit erhalten, sich völlig frei im Schulhaus zu bewegen. Gespräche mit Schüler- und Lehrervertretern ergänzen den Besuchstag. In einem abschließenden Gespräch mit der Schulleitung können offene Fragen geklärt werden. Für die Gestaltung der Schulbesuche ist grundsätzlich die einzelne Schule verantwortlich. Nach dem Schulbesuch findet ein Pressegespräch statt.

Zweite Jurysitzung
In einer zweiten Jurysitzung im März werden die Ergebnisse der Schulbesuche ausgewertet und bis zu 15 Schulen für den Deutschen Schulpreis nominiert. In dieser Sitzung entscheidet die Jury auch, welche sechs Schulen mit dem Deutschen Schulpreis ausgzeichnet werden und welche dieser sechs mit dem Hauptpreis geehrt wird.

Preisverleihung
In einer festlichen Veranstaltung werden die sechs Preisträger bekanntgegeben und öffentlich ausgezeichnet. Die beste Schule des Jahres erhält den mit 100.000 Euro dotierten Hauptpreis. Fünf weitere Schulen erhalten Preise in Höhe von jeweils 25.000 Euro. Alle weiteren nominierten Schulen erhalten Anerkennungspreise von je 5.000 Euro.

Ihre Ansprechpartnerin

Bei inhaltlichen Rückfragen zur Bewerbung nehmen Sie bitte Kontakt mit dem für Ihre Region zuständigen Regionalbüro auf. Bei technischen Fragen wenden Sie sich bitte an schulpreis@bosch-stiftung.de oder heike.kuehlewein@bosch-stiftung.de.

Häufig gestellte Fragen haben wir hier beantwortet.

Heike Kühlewein
Projektmanagerin
Robert Bosch Stiftung GmbH
Heidehofstraße 31
70184 Stuttgart
Tel0711 46084-687
E-Mail an Heike Kühlewein