Nominierung Headermotiv

Nominierung und Preisverleihung

15 Schulen sind für den Deutschen Schulpreis 2024 nominiert. Beworben hatten sich mehr als 80 Schulen mit ihren Konzepten für guten Unterricht. Ein aufwendiges Auswahlverfahren durch die Jury war der Nominierung vorausgegangen. Es umfasst neben einer schriftlichen Bewerbung Interviews mit allen Bewerberschulen und je zweitägige Hospitationen durch Juryteams an zwanzig Schulen. Die Preisverleihung mit Bundeskanzler Olaf Scholz findet am 2. Oktober in Berlin 2024 statt. Der Hauptpreis ist mit 100.000 Euro dotiert, fünf weitere Preise mit je 30.000 Euro.

Deutscher Schulpreis 2024: Das sind die nominierten Schulen

Arnold Bode Schule in Kassel (Hessen) 
Berufsbildende Schulen I Lüneburg (Niedersachsen)  
Dr.-Georg-August-Zinn-Schule in Gudensberg (Hessen)  
Friedenauer Gemeinschaftsschule in Berlin (Berlin)  
Friedrich-Adolf-Richter-Schule, Freie Gemeinschaftsschule der AWO Rudolstadt (Thüringen) 
Geschwister-Scholl-Schule, Grundschule der Stadt Leipzig (Sachsen)  
Glocksee Schule in Hannover (Niedersachsen) 
Grundschule Glücksburg (Schleswig-Holstein) 
Grundschule Kirchdorf in Hamburg (Hamburg) 
Joseph-DuMont-Berufskolleg in Köln (Nordrhein-Westfalen) 
Ostsee-Schule Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) 
Siebengebirgsschule Bonn (Nordrhein-Westfalen)  
St.-Pius-Gymnasium in Coesfeld (Nordrhein-Westfalen) 
Thomas-Morus-Gymnasium in Oelde (Nordrhein-Westfalen)  
Wilhelm-von-Humboldt-Gemeinschaftsschule in Berlin (Berlin)

Die Redaktion des Deutschen Schulportals stellt die 15 nominierten Schulen vor.  Hier geht es zum Artikel auf dem Deutschen Schulportal.

Preisträger des Deutschen Schulpreises 2023

Vera Loitzsch

Hauptpreisträger
Mittelschule Erlangen Eichendorffschule (Bayern)

Die Eichendorffschule in Erlangen ist Hauptpreisträger des Deutschen Schulpreises 2023. Ein Großteil der knapp 400 Schüler:innen hat die  Grundschule zuvor mit negativen Lernerfahrungen verlassen. Der „Raum der Mathematik“ gibt vielen erstmals das Gefühl, Mathematik zu verstehen. Hier werden sie behutsam an das eigenverantwortliche und selbstorganisierte Lernen herangeführt. In der anschließenden Arbeit in Lernbüros werden die Jugendlichen so zum „Subjekt ihres Lernens“. Die Eichendorffschule in Erlangen ist ein „Gamechanger“ für ihre Schüler:innen, die hier eine neue Chance für ihren schulischen und beruflichen Lebensweg erhalten.

Zum Porträt der Schule

Vera Loitzsch

Berufliche Schule ITECH Elbinsel Wilhelmsburg in Hamburg  

An der Beruflichen Schule ITECH lernen rund 2.300 Schüler:innen in 20 Bildungsgängen - die meisten machen die duale Ausbildung zum:zur Fachinformatiker:in. „Verantwortung wächst auf Vertrauen“ lautet das Motto der Schule, das als wiederkehrendes Motiv die Lehr- und Lernprozesse prägt. Die jungen Erwachsenen entscheiden in zukunftsorientierten Lernsettings selbst, in welchem Tempo sie lernen und wie sie sich ihre Zeit einteilen. Dabei arbeiten sie mit Methoden des Design Thinkings oder der Scrum-Methode. So bereitet die ITECH ihre Schüler:innen auf eine spätere Tätigkeit mit sich dynamisch verändernden Technologien vor.

Zum Porträt der Schule

Vera Loitzsch

Grundschule am Dichterviertel in Mülheim an der Ruhr (NRW)

Die Grundschule am Dichterviertel macht das Lernen ihrer rund 260 Kinder zum Ausgangspunkt ihrer Schulentwicklung. Im Zentrum jeder Überlegung steht die Potenzialentfaltung aller Schüler:innen, welche die Schule durch adaptiven Unterricht fördert und stärkt. Mit ihrem Konzept ist die Grundschule in Mülheim heute ein Vorbild für Bildungsgerechtigkeit. Noch 2013 erreichten mehr als 90 Prozent der Schüler:innen nur die niedrigste Kompetenzstufe in den Vergleichsarbeiten. Das Kollegium hat es durch viele Maßnahmen geschafft, dass sich die Ergebnisse inzwischen sogar leicht über dem Landesschnitt bewegen.

Zum Porträt der Schule

Vera Loitzsch

Grundschule Op de Host in Horst (Schleswig-Holstein)

In der Grundschule Op de Host lernen rund 200 Kinder in jahrgangsübergreifenden Klassen in ihrem eigenen Tempo. Die Schüler:innen legen selbst fest, wann die Lernzielkontrollen stattfinden – Noten gibt es dabei nicht. Die kleine Grundschule zeigt Wege für zwei der größten Probleme in der deutschen Schullandschaft auf: eigenverantwortliches und differenziertes Lernen als Antwort auf die Herausforderungen der Heterogenität sowie die konsequente kollegiale Kooperation, die Entlastung schafft und die Zufriedenheit der Lehrkräfte steigert. Als Hospitationsschule zeigt die Grundschule Op de Host, dass sie nicht nur eine lernende sondern auch eine lehrende Institution ist.

Zum Porträt der Schule

Vera Loitzsch

Nelson-Mandela-Gesamtschule in Bergisch Gladbach (NRW)

Die Nelson-Mandela-Gesamtschule ist noch eine junge Schule, die vor zehn Jahren gegründet wurde. Ihre grundlegende Idee, als inklusive Schule ein „Haus des Lernens“ für alle zu sein, steht im Sinne einer Potenzialentfaltungskultur und Stärkenorientierung im Zentrum der schulischen Entwicklung. Das Drei-Säulen-Modell der Nelson-Mandela-Gesamtschule fördert selbstregulierte Lernprozesse. Durch die Verzahnung von Fachunterricht, individueller Lernzeit, Projekt- und Werkstattlernen unterstützt die Schule den Wechsel und das Spannungsfeld von Instruktion und Konstruktion.

Zum Porträt der Schule

Vera Loitzsch

Rothenburg-Grundschule in Berlin

Die inklusive Berliner Grundschule setzt auf multiprofessionelle Teams, um gemeinsam Unterricht zu entwickeln. Je nach individuellem Stand bekommen die Schüler:innen ein passgenaues Lernangebot. Besonderen Wert legt das Kollegium der Rothenburg-Grundschule darauf, dass die Kinder selbstständig lernen und möglichst viel lesen. Bleiben die Kinder hinter den Erwartungen, reagiert das Kollegium unmittelbar und erstellt personalisierte Lernangebote. Dadurch gelingt es der Rothenburg-Grundschule, die Grundprinzipien der Montessori-Pädagogik, an denen sie sich orientiert, mit einem diagnostikbasierten Ansatz zu verknüpfen.

Zum Porträt der Schule