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Ablauf eines Schulbesuchs

Die Schulbesuche sind ein wichtiges Instrument im Auswahlverfahren des Deutschen Schulpreises. 20 Schulen werden im Frühjahr je zwei Tage von multiprofessionell zusammengestellten Juryteams besucht. Im Mittelpunkt der Schulbesuche stehen die Unterrichtshospitationen.

Wie läuft ein Schulbesuch ab?

Erster Besuchstag

Am ersten Tag des Schulbesuchs findet ein Gespräch mit der Schulleitung und ein anschließender Rundgang durch die Schule statt. Außerdem führen die Jurymitglieder Gespräche mit außerschulischen Partner:innen und mit Elternvertreter:innen.

Zweiter Besuchstag

Der zweite Besuchstag zeichnet sich vor allem durch intensive Unterrichtshospitationen aus. Die Jurymitglieder beobachten viele verschiedene Unterrichtssequenzen - möglichst in allen Fächern und Jahrgängen. Häufig kann die Jury daher nur einen Ausschnitt einer Unterrichtsstunde sehen und leider auch nicht jeden Unterricht besuchen, der an diesem Tag stattfindet. Die Jury versucht nachzuvollziehen, inwiefern das gemeinsame Verständnis guten Unterrichts, das die Schulleitung und das Kollegium in den Bewerbungsunterlagen und Gesprächen beschreiben, auch tatsächlich im Unterricht erfahrbar ist. Parallel werden an diesem Tag Gespräche mit Schüler:innen und Lehrkräften geführt. Außerdem können Presseinterviews stattfinden. Der zweite Besuchstag endet mit einem Abschlussgespräch des Besuchsteams mit der Schulleitung. 

Die Haltung der Jury

Die Jury möchte nach Möglichkeit den ganz normalen Alltag der Schule kennenlernen. Die Juror:innen sind keine Schulinspektion - das heißt, dass sie vor allem nach den Stärken einer Schule suchen. In einem ausführlichen Feedback-Gespräch am Ende eines Wettbewerbsjahres können die Juror:innen der Schulleitung gegebenenfalls Hinweise geben, in welchen Bereichen sich die Schule aus Sicht des Besuchsteams noch verbessern kann.

Besuchsbericht

Ein Jurymitglied verfasst in Abstimmung mit dem gesamten Besuchsteam einen ausführlichen Besuchsbericht. Darin werden die Stärken und Entwicklungsbereiche der Schule in vier Kategorien zusammengefasst: Verständnis von qualitätsvollem Lehren und Lernen; Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen; Unterrichtsentwicklung; Evaluation und Umgang mit Daten. Die 20 Besuchsberichte bilden die Grundlage für die zweite Jurysitzung.